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Erfolgsgeschichten

Maria - Eine erfolgreiche Textilunternehmerin

Maria präsentiert sich stolz vor ihrem Marktstand

Auf dem MAKOLA-Markt in der ghanischen Hauptstadt Accra herrscht geschäftiges Treiben. Jeder noch so kleine Fleck wird ausgenutzt, Waren anzubieten.

Im Jahr 2006 wurde Maria Mitglied einer Trustbank und erhielt ihren ersten Opportunity-Mikrokredit. Sie investierte in ein kleines Bündel Stoffe und eröffnete einen Verkaufsstand auf dem Markt, der gerade mal ein Quadratmeter groß ist. Über die regelmäßigen Trustbankmeetings bekam sie zudem Grundsätze zu betriebswirtschaftlichen und sozialen Themen vermittelt und konnte sich mit anderen Kreditnehmerinnen austauschen.

Inzwischen ist ihr Stand um ein Vielfaches gewachsen. Maria verkauft Stoffe für Schuluniformen und Kleider, aber auch Strandmatten und vieles mehr. Die heute 38-jährige ist Opportunity sehr dankbar, dass sie zum Einkommen ihrer fünfköpfigen Familie beitragen kann.

Maria hat große Pläne und blickt hoffnungsvoll in die Zukunft. Mit dem nächsten Kredit möchte sie eine Auslandsreise nach Togo und Nigeria finanzieren. Dort kann sie in größeren Mengen ausländische Stoffe einkaufen und damit ihr Stoffsortiment attraktiver und breiter gestalten. Dies wird ihr einen großen Wettbewerbsvorteil auf dem belebten MAKOLA-Markt verschaffen.

Betty Aute: Eine Mutter aus Uganda mit schnellen Füßen und geschickten Händen

Mit ihrer handwerklichen Arbeit bestreitet Betty den Großteil des Familieneinkommens.

Betty ist gut zu Fuß. Sie weiß, wohin sie will. Der Weg hier im Sumpf ist nicht vorgezeichnet, aber Betty kennt sich hier aus. Sie kennt die Stellen, wo das beste Schilf wächst. Schilf, das sie benötigt, um ihre Matten herzustellen. Die Schilfmatten sichern ihrer Familie das Einkommen. Wer als Fremder in den Sumpf geht, muss sich in Acht nehmen. Nicht nur wegen der gefährlichen Schlangen, die hier leben. Das manchmal oberschenkeltiefe Wasser, indem die meterhohen Schilfhalme stehen, verzeiht keinen Fehltritt. Wer sich verläuft, kann versinken. Betty kann dies kaum passieren. Sie geht seit 18 Jahren in den Sumpf, um sich Schilf für ihre Matten zu holen. Sie geht barfuß.

Bettys Leben ist hart und anstrengend. 39 Jahre ist sie alt, hat sechs Kinder zur Welt gebracht. Das Älteste ist 20, das Jüngste drei Jahre alt. Vor allem sorgt Betty dafür, dass sie alle genug zu essen haben und zur Schule gehen können. Ihr Mann lebt ebenfalls im Haus. Er sei Farmer, sagt er. Aber das kleine Stück Land hinter dem Haus wirft nicht viel ab. Die meiste Arbeit macht Betty. Sie hat geschickte Hände. Mit ihnen fädelt sie die getrockneten Schilfhalme auf eine dicke Nadel. Mit einer Machete schneidet sie die Schilfmatten passend zu. Als sie neues Werkzeug brauchte, half ihr Opportunity mit einem Kleinkredit.

Bettys Schilfmatten sind bekannt. Die Leute auf dem Markt sprechen sie an, wenn sie etwas Besonderes möchten. Zwei bis drei Matten fertigt sie pro Tag. Der Preis hängt von der Größe ab. An guten Tagen hat sie Einnahmen von zwei bis drei Euro. Dank des Kleinkredites von Opportunity hat Betty jetzt besseres Werkzeug. Und sie muss ihr Schilfrohr den zwei Stunden langen Weg vom Sumpf zurück jetzt nicht mehr selber auf dem Kopf schleppen, sondern kann es transportieren lassen.

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